1926 – 1973

Nixen im Westend-Bad : 1926 – 1973

1926 wurde durch die Initiative des Garten-Baudirektors Barth das Westend-Bad geschaffen und damit auch eine sportgerechte Trainingsbahn. Man hörte damals oft: alles schön und gut, aber das Wasser ist zu kalt. Dieses Minus gegenüber anderen Trainingsbahnen war leider nicht auszumerzen. Durch die Zufuhr frischen, d.h. sauberen Wassers aus der klaren, aber kalten Charlottenburger Wasserleitung betrugen die Schwimmbadwassertemperaturen ca. 15 Grad. So kam, wer an heißen Tagen in die Fluten sprang, beinahe ebenso schnell wieder heraus.

Aber – man gewöhnt sich an alles. Die Aktiven versäumten unabhängig von Wassertemperatur und Wetter keine Trainingsstunde, und hatten daraus bald einen Vorteil. Denn wer im Westend-Bad im Training eine achtbare Zeit erreichte, war auf jeder anderen Schwimmbahn vor unangenehmen Überraschungen gefeit. Einige unserer Damen werden sich noch an dies besonders kühle Nass erinnern, denn bis 1973 war dieses Bad unsere Trainingsstätte.

Einen Achtungserfolg errangen die Nixen 1927 bei einem Mammut-Staffeltag mit 50er Staffeln in allen Lagen, den die Wasserfreunde Spandau und Spandau 04 veranstalteten. Die Einlagen in den Pausen sollten die Damen bestreiten. Die Wasserfreunde meldeten Fehlanzeige, die Nixen sprangen dafür ein. Es gelang natürlich nicht, die führenden Schwimmerinnen von Spandau 04 zu schlagen, aber immerhin siegten die Nixen in den Jugendstaffeln 10 x 50 m Brust und 12 x 50 m Lagen. Diese Erfolge veranlassten den Schriftleiter der Schwimm-Zeitung, Gustav Putzke, zu der Erkenntnis und Voraussage, dass „hier eine Mannschaft heranwachse, von der man noch einiges erwarten könne. Er erkannte, dass die innere Struktur des Vereins – also die Breitenarbeit – dies ermögliche.

Bereits 1928 wagten die Nixen erstmalig den Sprung in die Meisterklasse im alten Berliner Grunewald-Stadion. Die damals Jüngste in der Nixen-Mannschaft, die 10jährige Gisela Arendt schwamm den 13- und 14jährigen einfach davon.